Ergebnisse verstehen (für Schülerinnen und Schüler)
Finde heraus wie du deine Check-Ergebnisse interpretieren kannst.
Inhaltsverzeichnis
- Ergebnisse verstehen
- Wie gut bin ich im Vergleich zu den anderen?
- Was kann ich?
- Mache ich von Check zu Check Fortschritte?
- Wie gut erfülle ich die Anforderungen meiner Wunschlehre?
1. Ergebnisse verstehen
Die Ergebnisse eines Checks zeigen, welche Leistungen eine Schülerin oder ein Schüler in verschiedenen Fächern und Kompetenzbereichen erreicht hat. Sie helfen dabei, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen, den Lernstand besser einzuschätzen und nächste Lernziele zu planen.
Die Ergebnisse werden auf einer gemeinsamen Skala von 0 bis 1200 Punkten dargestellt. Dadurch können Ergebnisse aus verschiedenen Checks – von der 3. Klasse der Primarschule bis zur 3. Klasse der Sekundarstufe I – miteinander verglichen werden.
Die Ergebnisse in einem Check werden in der Ergebnisübersicht auf einer Seite zusammengefasst und in der ausführlichen Ergebnisrückmeldung pro Kompetenzbereich auf einer Seite dargestellt.
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Die Ergebnisübersicht zeigt auf einer Seite, welche Punktzahlen in den geprüften Fächern und Kompetenzbereichen erreicht wurden.
Je nach Check werden verschiedene Fächer geprüft, zum Beispiel:
- Deutsch
- Englisch
- Französisch
- Mathematik
- Natur und Technik
Zu jedem Fach werden zusätzlich die einzelnen Kompetenzbereiche angezeigt. Im Fach Mathematik sind das zum Beispiel:
- Zahl und Variable
- Form und Raum
- Grössen, Funktionen, Daten und Zufall
Die Ergebnisse werden als Punkte in einer Grafik dargestellt:
- Schwarze Punkte zeigen das Ergebnis in einem Fach.
- Blaue Punkte zeigen das Ergebnis in einem Kompetenzbereich.
- Die Skala reicht von 0 bis 1200 Punkten (3. Klasse der Primarschule bis 3. Klasse der Sekundarstufe I).
Beispiel: Anna erreicht im Check S2 im Fach Mathematik 886 Punkte. Diese Punktzahl ergibt sich aus dem Durchschnitt der Ergebnisse der drei Kompetenzbereiche in Mathematik.
2. Wie gut bin ich im Vergleich zu den anderen?
Die Check-Ergebnisse zeigen nicht nur die eigene Punktzahl. Sie zeigen auch, wie diese Punktzahl im Vergleich zu anderen Schülerinnen und Schülern derselben Klassenstufe einzuordnen ist. Dafür sind die grauen Balken wichtig.
Hellgrauer Balken
Der hellgraue Balken zeigt den Bereich, in dem die mittleren 90 % aller Ergebnisse liegen.
Das bedeutet:
- Liegt ein Ergebnis links vom hellgrauen Balken, gehört es ungefähr zu den 5 % niedrigsten Ergebnissen.
- Liegt ein Ergebnis rechts vom hellgrauen Balken, gehört es ungefähr zu den 5 % höchsten Ergebnissen.
Dunkelgrauer Balken
Der dunkelgraue Balken zeigt den Bereich, in dem die mittleren 50 % aller Ergebnisse liegen.
Wenn ein Ergebnis in diesem Bereich liegt, bedeutet das: Die Schülerin oder der Schüler liegt im mittleren Bereich der Ergebnisse und kann im Vergleich zu anderen gut mithalten.
Der Vergleich mit anderen zeigt, wie gut man im Vergleich zu allen Schülerinnen und Schülern der gleichen Klassenstufe ist, die am Check teilgenommen haben. Er zeigt aber nicht, was man bereits kann und noch nicht kann.
3. Was kann ich?
Neben der Ergebnisübersicht gibt auch es eine ausführliche Ergebnisrückmeldung pro Kompetenzbereich. Dort wird genauer beschrieben, was eine Schülerin oder ein Schüler aufgrund der erreichten Punktzahl bereits kann.
In dieser Rückmeldung sieht man:
- die erreichte Punktzahl auf der Skala von 0 bis 1200,
- die grafische Darstellung mit Punkten,
- die grauen Vergleichsbalken,
- die erreichte Kompetenzstufe,
- eine Beschreibung der Kompetenzstufen.
Die Kompetenzstufen werden mit römischen Zahlen von I bis X dargestellt.
Beispiel: Anna erreicht im Kompetenzbereich Mathematik: Zahl und Variable 867 Punkte. Das entspricht der Kompetenzstufe VIII.
Das bedeutet: Anna kann die Anforderungen dieser Kompetenzstufe bereits gut erfüllen, zum Beispiel Gleichungen mit Umkehroperationen lösen.
Das heisst aber nicht, dass sie Aufgaben der nächsthöheren Stufe gar nicht lösen kann. Vielleicht schafft sie einige Aufgaben der Kompetenzstufe IX schon, ist dabei aber noch nicht sicher. Die Inhalte der niedrigeren Stufen I bis VII beherrscht sie in der Regel sicher.
Die Kompetenzstufen helfen also dabei, zu erkennen:
- Was kann ich bereits sicher?
- Was kann ich teilweise schon?
- Was sollte ich als Nächstes üben?
4. Mache ich von Check zu Check Fortschritte?
Weil alle Check-Ergebnisse auf derselben Skala von 0 bis 1200 Punkten dargestellt werden, können Ergebnisse aus verschiedenen Schuljahren miteinander verglichen werden.
Beispiel:
Anna erreicht in der 3. Klasse der Primarschule im Bereich Mathematik: Zahl und Variable 500 Punkte. In der 2. Klasse der Sekundarstufe I erreicht sie im gleichen Kompetenzbereich 867 Punkte.
Sie hat also 367 Punkte dazugewonnen.
Das ist ein eher grosser Fortschritt, auch wenn zwischen den beiden Checks mehr als fünf Jahre liegen. Im Durchschnitt entspricht das ungefähr 70 Punkten pro Schuljahr.
Wie gross ein Fortschritt ist, hängt aber von mehreren Faktoren ab:
- vom Fach oder Kompetenzbereich,
- vom Ausgangsniveau,
- vom zeitlichen Abstand zwischen den Checks,
- davon, wie gut sich Fortschritte in einem Bereich kurzfristig zeigen lassen.
In Mathematik können durch regelmässiges Üben oft schneller Fortschritte sichtbar werden. Im Bereich Lesen braucht es manchmal längere Zeiträume, bis Fortschritte deutlich messbar sind.
Ausserdem gilt: Wer bei einem früheren Check eine sehr niedrige Punktzahl erreicht hat, kann sich oft leichter stark verbessern. Wer bereits sehr hohe Punktzahlen erreicht hat, hat weniger Spielraum nach oben.
Es kann auch vorkommen, dass ein späteres Check-Ergebnis niedriger ausfällt als ein früheres. Einzelne Ergebnisse sollten deshalb immer sorgfältig eingeordnet werden.
5. Wie gut erfülle ich die Anforderungen meiner Wunschlehre?
Die Ergebnisse der Checks auf der Sekundarstufe (I und II) können mit den schulischen Anforderungsprofilen der beruflichen Grundbildung des Schweizerischen Gewerbeverbands (sgv) verglichen werden. Zu diesem Zweck lassen sich die schulischen Anforderungen für fast alle Berufslehren auch auf der Punkteskala von 0 bis 1200 Punkten darstellen.
Mit dem Profilabgleich können Schülerinnen und Schüler eine Berufslehre auswählen und sehen, ob ihre Check-Ergebnisse zu den schulischen Anforderungen passen.
Der Profilabgleich zeigt, in welchen Fächern und dazugehörigen Kompetenzbereichen die schulischen Anforderungen für die ausgewählte Berufslehre zum Zeitpunkt der Check-Durchführung bereits erfüllt oder noch nicht erfüllt sind.
Liegt die senkrechte Linie links vom Check-Ergebnis, dann ist die Anforderung erfüllt. Dies bedeutet für die Schülerin oder den Schüler, dass bei gleichbleibender Leistung bis zum Ende der Volksschule die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in der Berufslehre in diesem Bereich grundsätzlich gegeben sind.
Liegt die senkrechte Linie rechts vom Check-Ergebnis, dann ist die Anforderung noch nicht erfüllt. Dies bedeutet, dass eine Leistungssteigerung nötig ist, damit die Anforderung bis zum Ende der Volksschule erreicht werden kann.
Beispiel:
Anna möchte Schreinerin werden. Im Profilabgleich wählt sie die Berufslehre Schreinerin aus.

Dort sieht sie:
- ihre Check-Ergebnisse als schwarze und blaue Punkte,
- die Anforderungen der Berufslehre als schwarze senkrechte Linien.
Wenn Annas Punkte über oder bei den Anforderungslinien liegen, erfüllt sie die schulischen Anforderungen in diesem Bereich gut. Wenn ihre Punkte darunter liegen, sieht sie, wo sie noch üben sollte.
In diesem Beispiel zeigt sich: In Deutsch und Englisch übertrifft Anna die Anforderungen.
Die Beurteilung, ob eine Schülerin oder ein Schüler für eine bestimmte Berufslehre geeignet ist, soll – neben dem Profilabgleich – auf einer Vielzahl weiterer Informationen basieren, wie Schnupperlehren oder Praktika, Motivation, Noten, Gespräche mit Eltern oder Lehrpersonen und auf der eigenen Einschätzung.

